„Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen“: Verlängerung der Sammlungspräsentation des Museum Ostwall

Unter dem Titel „Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen“ präsentiert das Museum Ostwall im Dortmunder U seit Anfang 2020 seine Sammlung. Die komplett neu gestalteten Räume mussten pandemiebedingt lange Zeit schließen. Seitdem die Corona-Situation es wieder zulässt, erfreut sich die Ausstellung zahlreicher Besucher*innen. Daher hat sich das Team des MO entschlossen, die aktuelle Schau bis zum 13. November 2022 zu verlängern.

Auch für diejenigen, die die Präsentation schon gesehen haben, gibt es immer wieder Neues zu entdecken, denn aus konservatorischen Gründen werden sämtliche Arbeiten auf Papier regelmäßig ausgetauscht. Für jede Position in der Ausstellung wurden vier Werke ausgewählt, die sich in dreimonatigem Turnus abwechseln, so dass im Laufe eines Jahres immer wieder neue Werke zu entdecken sind, bevor der Zyklus von vorn beginnt. 
Die Ausleihe von Paula Modersohn-Beckers „Mutter mit Kind auf dem Arm – Halbakt“ in das Städelmuseum hat dem Museum Ostwall zudem im Tausch eine Leihgabe aus Frankfurt beschert: David Hockneys Fotografie „Roses for Mother“ (1995) ist noch bis zum 13. Februar 2022 zu sehen.

Eine Besucherin betrachtet August Mackes Gemälde „Großer Zoologischer Garten“
(Foto. Roland Gorecki, Dortmund Agentur)

 Immer wieder wechselnde Arbeiten gibt es auch im „MO Schaufenster“, wo derzeit die Präsentation des MO Kunstpreisträgers 2021 LEE Mingwei zu sehen ist. Dessen Werk „Money for Art“ (2006/2020) wurde gemeinsam von den Freunden des Museums Ostwall und der Stadt Dortmund fürs MO erworben. 

Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen 

Alle zwei bis drei Jahre präsentiert das MO in wechselnden Ausstellungen seinen Sammlungsbestand neu und schafft dabei Verbindungen zwischen Kunst und Alltagsleben. Die aktuelle Präsentation „Body & Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen“ zeigt Werke, die verschiedene Aspekte unseres Körpers, aber auch unseres Seelenlebens erforschen: Jede*r hat einen Körper, der essen und schlafen muss, einen Körper, dem wir Kleider anziehen und mit dem wir Sport treiben, einen Körper, der wächst und altert und irgendwann sterben wird. Jede*r hat aber auch Gedanken und Gefühle, die unser Verhältnis zur Welt und zu anderen Menschen prägen. 
In der Ausstellung treffen Werke der Klassischen Moderne auf zeitgenössische Arbeiten. So treten Bronzeskulpturen von Tänzerinnen des Künstlers Bernhard Hoetger mit Fotografien von HipHop-Tänzern des Künstlers Andreas Langfeld miteinander in Dialog. Zahlreiche Anknüpfungspunkte zu Alltagsthemen fordern dazu auf, das eigene Leben durch Auseinandersetzung mit der Kunst aus anderen Perspektiven zu betrachten. 

Im „Flux Inn“ kann man Pause einlegen und in Büchern zur Ausstellung stöbern.
(Foto: Jürgen Spiler)

Die Besucher*innen sind eingeladen, die Ausstellung mit allen Sinnen zu erleben. Einige Kunstwerke sind benutzbar, so dass man den eigenen Körper einsetzen und selbst zum Teil des Kunstwerks werden kann. Ein kostenloses KörperKunstSet bietet zahlreiche Aktionen an, mit denen sich die Ausstellung interaktiv erkunden lässt. Im Flux Inn, das die Ebenen 4 und 5 verbindet, kann man eine Pause einlegen, in Büchern zur Ausstellung stöbern oder selbst kreativ werden.
www.dortmund.de/mo

Autor/in: Katrin Pinetzki

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