Programm für Schulen und KiTas – EFIE. The Museum as Home. Kunst aus Ghana

EFIE. The Museum as Home. Kunst aus Ghana (Design: Florida)

Die Künstlerinnen der Ausstellung „EFIE. The Museum as Home. Kunst aus Ghana“ verweisen mit ihren Kunstwerken auf Traditionen, Rituale und Bräuche ihrer Vorfahren. Gleichzeitig beschäftigen sich die Werke auch mit der Rolle der Frau oder suchen die künstlerische Auseinandersetzung mit der Architektur und den Lebenswirklichkeiten Ghanas. Fotografien, Objekte, digitale Animationen und auch einige historische Leihgaben bilden einen interessanten Themenkosmos aus künstlerischen Arbeiten, die eine temporäre Heimat in den besonderen Bambusarchitekturen dieser Ausstellung finden. In den Workshops werden den Schülerinnen die Kunstwerke in der Ausstellung zu einem bestimmten Themenschwerpunkt mit Aktionen und im Dialog zugänglich gemacht. Anschließend erfolgt eine praktische Umsetzung in Anlehnung an die Erfahrungen mit der Kunst aus Ghana.


Angebote für Schulklassen
Gebühr: 95,- € inkl. Eintritt, Dauer: 120 min

Superkräfte / Superpowers – Flaggen
für Superheld*innen

Neben einer Welt von Mythen, rituellen Zeichen und Objekten gibt es in der Vergangenheit Ghanas auch reale Heldinnen: die sog. Asafo-Krieger-Kompanien, die sich einst gegen die Besatzer gestellt haben. Ihre selbst gestalteten farbenfrohen Flaggen haben zahlreiche Künstlerinnen inspiriert. So finden wir auch in der Ausstellung „EFIE. The Museum as Home. Kunst aus Ghana“ Werke, die sich mit der Form und Bedeutung dieser be-rühmten Flaggen auseinandersetzen.

In diesem Workshop beschäftigen sich die Schüler*innen mit besonderen Held*innen eines geheimen Bundes und deren außergewöhnlichen Kräften. Ebenso setzen sie sich in diesem Zusammenhang mit der besonderen Bedeutung der Farben in Ghana auseinander. Die Schüler*innen entwerfen im praktischen Teil eigene Stoff-Flaggen, die sie mit Stempelmotiven und symbolischen Stoffapplikationen gestalten.

Flaggen für Superheld*innen (Foto: Museum Ostwall)

(Sich) bewegende Träume / Moving Dreams – Fantastische Landschaften

Die Künstler*innen stellen in ihren fotografischen oder auch digital animierten Bildern und Inszenierungen Fragen nach Realität, Vergangenheit und Zukunftsträumen. Der Respekt vor der Natur und die Verbindung zur Mutter Erde spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Zeichen und Mythen Ghanas. Mit einer surrealistischen Collage können die Schüler*innen die Traumlandschaften, die ihnen in der Ausstellung begegnen aufgreifen und ein eigenes phantastisches Bild von Ghana schaffen. Ghanaische Modefotos und Bilder von afrikanischen Früchten, Pflanzen und Tieren verschmelzen auf einer wässrig gemalten Landschaft. Ein wichtiger Bestandteil ist ein in die Collage eingefügtes bewegliches Element zum Drehen, Klappen, Binden oder Falten.

Traumlandschaft (Foto: Museum Ostwall)

Schützende Fächer / Protective Fans – Papierfächer mit Symbolkraft

In Ghana gibt es noch mehrere Dutzend Königsfamilien. Sie sind Nachkommen jener Familien, die die ersten Häuser der frühen Dörfer bauten. In den Königsfamilien wird die Königswürde innerhalb der Familie weitergegeben. Viele royale Nachkommen leben inzwischen auch in Europa. Für die König*innen gibt es besondere Objekte wie z.B. den roya-len Schirm, der die König*innen vor Sonne und Regen schützt und gleichzeitig ein royales Erkennungszeichen ist.

In der Ausstellung begegnen wir der künstlerischen Adaption eines solchen Schirmes und ebenso der besonderen Farbsetzung der royalen Objekte. Oszillierend zwischen europäisch geprägtem Leben und ghanaischen Traditio-nen, gibt es in der Ausstellung Objekte, in denen sich die Kulturen überlagern. Die Künstler*innen reflektieren damit oft ihre eigenen Einflüsse, die teilweise durch Ausbildung oder auch schon eine Kindheit in Europa geprägt sind.

In traditionell royaler ghanaischer Farbsetzung gestalten die Schüler*innen traditionell anmutende Papierfächer mit grafischen Zeichen, die sie aus ihrer eigenen Lebenswelt kennen. Der farbintensive zusammenfaltbare Fächer ist praktischer Alltagsgegenstand, Symbolträger und royal anmutendes Objekt zugleich.


Angebot für KiTas:
Gebühr: 70,- € inkl. Eintritt, Dauer: 90 Minuten

Fufuzelas – Modelle für ein Zuhause

Die Tradition Ghanas – traditionelle Häuser in Gruppen anzusiedeln und einfache Mate-rialien wie Bambus und Stoff für deren Bau zu verwenden – findet sich in den Bambusarchi-tekturen, den sogenannten Fufuzelas, in der Ausstellung wieder. Diese dienen den ausgestellten Kunstwerken als besonderer Schutzraum. So wie die Menschen in Ghana haben die Kunstwerke in der Ausstellung „EFIE. The Museum as Home. Kunst aus Ghana“ ein temporäres Zuhause. In Anlehnung an die einfache und modellhafte Bauweise der Fufuzelas entwickeln die Kinder eigene kleine Behausungen aus einfachen Materialien und bevölkern diese mit kleinen Bewohner*innen.


Weitere Informationen und Buchungen:
DORTMUNDER U
Museum Ostwall – Kunstvermittlung Leonie-Reygers-Terrasse
44137 Dortmund
0231 50-27791
mo.bildung@stadtdo.de
museumostwall.dortmund.de
www.dortmunder-u.de

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