Interview: 10 Jahre die fliegende Bilder

mit Inke Arns

Kulturkonferenz Ruhr 2019 im Dortmunder U (Foto: Rupert Oberhäuser)

Anlässlich der Renovierung der Installation haben wir einige Persönlichkeiten aus Dortmund und unserem Haus zu ihren Erinnerungen an die letzen 10 Jahren mit den fliegenden Bildern interviewt.

1. Wie denken Sie über die Fliegenden Bilder? Welche besondere Bedeutung haben die Fliegenden Bilder aus ihrer Sicht für die Stadt Dortmund oder für Sie persönlich? 

Schön, dass das Dortmunder U nicht nur der kulturelle Leuchtturm der Stadt ist, sondern dass es buchstäblich auch ein hell strahlender Leuchtturm ist, den man von fast überall sieht. Ich freue mich jedes Mal, wenn das U auftaucht, vom Zug aus, vom Fahrrad oder im Dortmunder Tatort. Nach den ersten zehn Jahren fände ich es schön, vielleicht einmal jüngere Künstler*innen einzuladen, neue Arbeiten für die Fliegenden Bilder zu entwickeln. Man könnte künstlerische Neuproduktionen in Auftrag geben – und daraus könnte sich eine einmalige Sammlung entwickeln. 

ich, der turm fand schon damals nazis voll uncool. (Foto: Simon Bierwald)

2. Wie haben die Fliegenden Bilder Sie in den letzten Jahren begleitet? 

Man weiß immer, wann Heimspiel ist – denn dann laufen die gelb-schwarzen Kicker auf der Medienfassade. Daran kann man sich gut orientieren! 

3. Gibt es eine persönliche Geschichte, ein Erlebnis, das Sie mit den Fliegenden Bildern verbinden? 

Ich habe es erst kürzlich erlebt, dass im Rahmen unserer aktuellen Ausstellung „Faţadă/Fassade“ ein Kollege aus der Dortmunder Roma-Community völlig aus dem Häuschen war – als nämlich dort oben – für ihn vollkommen unerwartet – die Roma-Flagge wehte. Er war total überrascht und sprachlos. Und dann deutete er auf die Flagge und ich hatte das Gefühl, dass er mächtig stolz war. 

4. Haben Sie ein Lieblingsmotiv? Welches Motiv finden Sie besonders gelungen? 

Platz zwei: das Kirmeskarussell – weil es die gebaute Form der Turmspitze optisch schön durchbricht und gewissermaßen auflöst. Es hebt sich von allen anderen Motiven ab. 
Platz eins: Immer, wenn Neonazis demonstrieren, spricht der Turm: „Ich, der Turm, fand schon damals Nazis voll uncool.“ Es ist nur ein einfaches Spruchband, das als weißer Text auf schwarzem Hintergrund um den Turm läuft, aber es ist unglaublich stark. 

Kirmeskarussell (Foto:Simon Bierwald)

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