„Studio 54: Night Magic“ im Dortmunder U: Mit Glanz und Glitzer zurück in die 70er

Foto: Rose Hartman (American, born 1937). Bethann Hardison, Daniela Morera, and Stephen Burrows at Valentino’s Birthday Party, May 12, 1978. Courtesy of the artist. © Rose Hartman

Der wohl berühmteste Nachtclub der Welt erwacht zu neuem Leben. Mit der facettenreichen Sonderausstellung „Studio 54: Night Magic“ lassen wir im Dortmunder U die bewegte Disco-Ära wieder auferstehen.

Nach New York und Toronto ist Dortmund die einzige europäische Station, an der Besucher*innen noch einmal tief in das Lebensgefühl der 70er-Jahre eintauchen können. Vom 26. Juni bis zum 17. Oktober präsentieren wir die vom Brooklyn Museum organisierte Ausstellung rund um einen Ort, an dem alle gesellschaftlichen Normen und Zwänge aufgehoben waren. 

Von April 1977 bis Februar 1980 war der von Steve Rubell und Ian Schrager gegründete Nachtclub an der 54. Straße in Manhattan die angesagteste Adresse New Yorks. Hier feierten Stars wie Liza Minelli, Elizabeth Taylor, Andy Warhol, die Jaggers, Michael Jackson, Calvin Klein, Elton John und Grace Jones mit all den Menschen, die das Glück hatten, nach langer Wartezeit eingelassen zu werden. Bis heute hat das Studio 54 nichts von seiner Faszination verloren und gilt weiterhin als ein Meilenstein und Vorreiter in der Clubkultur. Seine sagenumwobenen Partys und ausgelassenen Exzesse waren ein Symbol gesellschaftlicher Befreiung, denn wer erst einmal am Türsteher vorbeikam, war willkommen unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Alter, Hautfarbe, Reichtum, Bekanntheit – all das spielte keine Rolle mehr in dem ehemaligen Theater und TV-Studio, das als Studio 54 die Kulisse für rauschende Partynächte bildete.

Guy Marineau (French, born 1947). Pat Cleveland on the dance floor during Halston’s disco bash at Studio 54, 1977. (Photo: Guy Marineau / WWD / Shutterstock) 

Die Sonderausstellung bringt nicht nur Erinnerungen zurück an das Nachtleben in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche, sondern zeigt auch die Bedeutung des Clubs für die heutige Zeit. Das Dortmunder U erzählt die unvergleichliche Geschichte von den Vorbereitungen für die Eröffnungsparty bis zu seinem abrupten Ende, als das Studio 54 wegen eines Steuerskandals geschlossen wurde und seine Besitzer im Gefängnis landeten. Originalobjekte wie die 14-seitige Gästeliste des Eröffnungsabends oder von Andy Warhol gestaltete Eintrittskarten, Film- und Fotoaufnahmen, extravagante Modeobjekte, Bühnenbilder und Lichtdesigns bringen die einzigartige Atmosphäre des legendären Clubs zurück. Die Besucher*innen erleben die Historie aus dem Blickwinkel der Gäste ebenso wie der Betreiber. Unverzichtbar für das echte Disco-Feeling sind dabei die bis heute bekannten Hits der 70er.

Ab sofort beginnt der Ticketverkauf für die Sonderausstellung „Studio 54: Night Magic“, die vom 26. Juni bis zum 17. Oktober im Dortmunder U zu sehen ist. Weitere, tagesaktuelle Informationen gibt es auf der Website https://studio54.dortmunder-u.de.

„Studio 54: Night Magic“ wurde vom Brooklyn Museum organisiert. Kuratiert wurde sie von Matthew Yokobosky, Senior Curator of Fashion and Material Culture des Brooklyn Museum.

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